Bemühe
dich nicht gegen die Angst – sondern um Gelassenheit und
Konzentration.

Mentaltraining:
Mit Mudras, den Gesten der Energielenkung, zu Mut und Freude

Was
tun bei spontanen Ängsten, bei Unbehagen, bei Furcht und immer
wiederkehrenden Ängsten?

Die
Gefahr ist, sich zu sehr gegen diese Gefühle zu stemmen und dabei
außer Acht zu lassen, dass meistens keine reale physische Gefahr
existiert, sondern entsprechend düstere, innere Bilder der
Wertlosigkeit und Hilflosigkeit, von Niederlagen oder des Unterganges
die Ursache sind.

Statt
im gedanklichen Echoraum immer kleiner, wertloser und hilfloser zu
werden, kann folgende Technik des Mentaltrainings angewandt werden.
Sie ist bewährt, die eigene emotionale Verfassung in wenigen
Momenten zu wandeln, um wieder zuversichtlich und zielstrebig zu
handeln:

Betrachte
innerlich zuerst das Beängstigende oder die Situation, die dich im
Vorfeld beunruhigt, die du vielleicht ähnlich schon öfters
unangenehm durchlebt hast. Stell Dir die Situation nur für wenige
Momente in kleinen grau-weißen Bildern
vor.

Dann hebe die rechte Hand mit gestreckten Fingern, die Handfläche
nach vorne geöffnet, etwa auf Höhe und neben der rechten Brust, und
sage deutlich vernehmlich „Stopp“ – tatsächlich ausgesprochen
oder innerlich. (1)

Dann
wechsle schlagartig zu einer großzügig, bunt und
leuchtend ausgestalteten
Vorstellung
davon, wie du souverän und, selbstsicher handelst, wie du in der
Situation erfolgreich, mutig, konzentriert und mit erhobenem Haupt
agierst. Stelle Dir auch die Freude und Leichtigkeit dabei vor,
hauche der Vorstellung Leben ein, sei begeistert. Dabei formt die
linke Hand das Chin-Mudra:
Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis, indem sie sich mit den
Fingerspitzen berühren. Die anderen Finger sind nach vorne
gestreckt, die Handfläche zeigt Richtung Himmel, der linke Unterarm
ist etwa parallel zur Erde.

Halte die beiden Mudras für einige Momente und lasse Dich ganz auf
die heilsame Vorstellung ein.

(1)
Dies ist das sogenannte Abhaya-Mudra,
eine Geste der Begrüßung, Annahme und Ermutigung. Du lehnst den
furchteinflößenden Gedanken nicht als falsch oder gefährlich ab,
sondern nimmst ihn in seiner Existenz als berechtigt an, um ihn dann zu wandeln.